Kartenwerte und Ablauf
| Karte | Wert |
|---|---|
| 2 bis 10 | Nennwert |
| Bube, Dame, König | 10 |
| Ass | 1 oder 11, je nach Hand |
Jeder Spieler erhält zwei offene Karten, die Bank eine offene und eine verdeckte. Reihum entscheidet jeder Spieler, ob er eine weitere Karte nimmt (Hit) oder stehen bleibt (Stand). Überschreitet die Hand 21, ist sie sofort verloren, unabhängig davon, was die Bank später zieht.

Die Regel, die am meisten Geld kostet
Ein Blackjack — Ass plus Bildkarte — zahlt in der klassischen Version 3:2. Manche Tische zahlen stattdessen nur 6:5, was den Hausvorteil um über ein Prozent erhöht, ohne dass sich sonst etwas an der Optik ändert. Diese Zahl auf dem Tisch zu prüfen, bevor man sich setzt, ist die wichtigste einzelne Regel überhaupt.
Was sonst noch die Auszahlung beeinflusst
- Ob die Bank bei 17 mit einem Ass (Soft 17) noch ziehen muss oder stehen bleibt — Stehenbleiben ist für Spieler günstiger.
- Ob und wie oft ein Paar geteilt (Split) werden darf.
- Ob Verdoppeln (Double Down) nach jeder Zwei-Karten-Hand erlaubt ist oder nur bei bestimmten Summen.
Wie man mit diesen Regeln optimal reagiert, steht in der Grundstrategie auf Blackjack online. Ähnlich klare Regeln gibt es auch bei Poker, nur mit einer festen Rangfolge der Blätter statt Kartenwerten.
Was passiert bei einem Unentschieden?
Ein „Push“ genannt: der Einsatz geht ohne Gewinn oder Verlust an den Spieler zurück.
Ist Versicherung (Insurance) eine gute Wette?
Mathematisch fast immer ungünstig, da die Wahrscheinlichkeit eines Blackjacks der Bank niedriger liegt als die angebotene Auszahlung von 2:1 rechtfertigt.
Warum zahlen manche Tische nur 6:5 für Blackjack?
Um den Hausvorteil zu erhöhen, ohne die Grundregeln sichtbar zu ändern — ein Detail, das viele Spieler übersehen.
Über den Autor: Matthias Gruber
Journalist und Tester, seit vierzehn Jahren am Thema Glücksspielrecht
Bevor ich über Casinos geschrieben habe, saß ich sechs Jahre im Zahlungsverkehr einer Regionalbank — also auf jener Seite, die Überweisungen anhält und Unterlagen nachfordert. Ich weiß deshalb ziemlich genau, wann eine Prüfung wirklich sein muss und wann sie nur ein bequemer Grund ist, eine Auszahlung liegen zu lassen.
Das Konto eröffne ich selbst, ich zahle eigenes Geld ein, fordere es wieder an und notiere, wie lange es tatsächlich gedauert hat. Mehr Methode steckt nicht dahinter. Wenn ein Anbieter die Einzahlung per Karte annimmt, aber nur auf ein Bankkonto auszahlt, steht das im Text und nicht in einer Fußnote.
Profil des Autors und Kontakt