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Verantwortungsvoll spielen

Spielen hört in dem Moment auf, Zeitvertreib zu sein, in dem es für Sie entscheidet: wie viel bis zum Monatsende übrig bleibt, wann Sie schlafen gehen, was Sie zu Hause erzählen und was Sie weglassen. Diese Seite sammelt, was sich in Österreich dagegen tun lässt — von Werkzeugen, die sofort wirken, bis zu Stellen, an denen Hilfe nichts kostet.

Matthias Gruber
Geschrieben von Matthias Gruber
Journalist und Tester, seit vierzehn Jahren am Thema Glücksspielrecht
Zuletzt bearbeitet: September 29, 2026

18+ Glücksspiel kann süchtig machen und ist erst ab 18 Jahren erlaubt. In Österreich ist das Angebot von Online-Glücksspiel nach dem Glücksspielgesetz (GSpG) konzessionspflichtig; die Konzession für Online-Casinospiele hält derzeit ein einziger Anbieter. Kostenlose und anonyme Beratung gibt es bei der Spielsuchthilfe unter 01 544 13 57.

Limits: das Werkzeug, das sofort greift

Jeder ernstzunehmende Anbieter bietet Einzahlungslimits pro Tag, Woche und Monat, dazu Einsatz- und Verlustlimits sowie eine Zeitbegrenzung. Wichtig ist eine Asymmetrie, über die selten jemand spricht: eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit. Diese Verzögerung existiert genau für jene Momente, in denen man nicht mit kühlem Kopf entscheidet.

Kontobereich eines Online-Casinos mit Menüpunkten, unter denen Limits und Selbstsperre liegen

Und: Limits gelten immer nur bei einem Anbieter. Wer auf drei Seiten spielt, hat drei Limits nebeneinander, und die Summe ist das, was tatsächlich ausgegeben wird.

Spielpause und Selbstsperre

Die Spielpause ist die befristete Variante: 24 Stunden bis mehrere Monate, danach läuft das Konto weiter. Die Selbstsperre ist die dauerhafte, und sie wirkt beim konzessionierten Anbieter für dessen gesamtes Angebot, online wie in den Spielbanken. Was sie nicht kann: ausländische Seiten erfassen. Dafür braucht es zusätzlich eine Sperrsoftware auf den eigenen Geräten, und die hilft nur, solange sie nicht selbst deinstalliert wird.

MaßnahmeWirkt abReichweite
Einzahlungslimit senkenSofortEin Anbieter
SpielpauseSofortEin Anbieter
SelbstsperreSofortAngebot des Konzessionärs, online und vor Ort
SperrsoftwareNach EinrichtungAlle Seiten auf dem Gerät

Signale, die man ernst nehmen sollte

  • Sie setzen mehr ein, als Sie verlieren können — auch wenn es „nur diesen Monat“ ist.
  • Sie kommen am nächsten Tag zurück, um einen Verlust aufzuholen.
  • Sie borgen sich Geld oder verkaufen etwas, um zu spielen.
  • Sie verschweigen Angehörigen, wie viel Sie spielen.
  • Anspannung oder Schlafprobleme hängen an den Spielsitzungen.
Alle getesteten Casinos in einer Tabelle

Selbsttest, der nichts versendet

Der Fragebogen unten folgt der Struktur des Canadian Problem Gambling Index: neun Fragen zu den letzten zwölf Monaten. Nichts geht an einen Server, alles wird in Ihrem Browser gerechnet, und es ist keine Diagnose — nur eine geordnete Art, das eigene Verhalten anzusehen.

Der Test braucht aktiviertes JavaScript. Wo das nicht geht, finden Sie dieselben neun Fragen in jedem CPGI-Fragebogen, den öffentliche Gesundheitsdienste veröffentlichen.

Wo es Hilfe gibt

  • Spielsuchthilfe: 01 544 13 57, kostenlos und vertraulich. Beratung für Betroffene und für Angehörige, auf Wunsch anonym.
  • PlaySponsible, die Spielerschutz-Informationsstelle, mit einer Übersicht der Beratungseinrichtungen in den Bundesländern.
  • Staatlich anerkannte Schuldenberatung. Wenn Schulden das Dringendste sind, laufen beide Wege parallel. Die Beratung ist kostenlos.
  • Angehörige. Nennen Sie die tatsächliche Zahl, nicht den Eindruck. Ein Kontoauszug über zwölf Monate ist dabei das wirksamste Dokument, das es zu diesem Thema gibt.

Jugendliche und technischer Schutz

Glücksspiel ist in Österreich erst ab 18 Jahren erlaubt, und konzessionierte Anbieter müssen das Alter prüfen. Zu Hause helfen Kindersicherungen im Betriebssystem und am Router, sie wirken aber nur auf dem Gerät, auf dem sie eingerichtet sind. Eine technische Sperre ersetzt kein Gespräch.

Warum dieses Thema auf einer Vergleichsseite steht, erklärt Über uns. Wer eine konkrete Situation mit einem Anbieter besprechen will, schreibt über Kontakt.

Matthias Gruber

Über den Autor: Matthias Gruber

Journalist und Tester, seit vierzehn Jahren am Thema Glücksspielrecht

Bevor ich über Casinos geschrieben habe, saß ich sechs Jahre im Zahlungsverkehr einer Regionalbank — also auf jener Seite, die Überweisungen anhält und Unterlagen nachfordert. Ich weiß deshalb ziemlich genau, wann eine Prüfung wirklich sein muss und wann sie nur ein bequemer Grund ist, eine Auszahlung liegen zu lassen.

Das Konto eröffne ich selbst, ich zahle eigenes Geld ein, fordere es wieder an und notiere, wie lange es tatsächlich gedauert hat. Mehr Methode steckt nicht dahinter. Wenn ein Anbieter die Einzahlung per Karte annimmt, aber nur auf ein Bankkonto auszahlt, steht das im Text und nicht in einer Fußnote.

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